Bauernregel der Woche 150 (Krimi)!

Bauernregel

„Lieber eine volle Scheune als ein voller Bauer!“

meinte die Bäurin und stellte den Korn weg.

 

Du kannst dir auch selbst eine Bauernregel ausdenken. Wenn du magst, lass sie mich wissen. Dann kann ich sie auf dieser Seite einstellen. Hpaulbrause@aol.com

 

Heute der erste Teil des zweiundzwanzigsten Kapitels aus meinem Krimi

„Die Kinder des Lichts“

Licht

22/1

 

„So, ich habe euch mal allen eine Aufstellung gemacht über die Veranstaltungen, die so in der Zeit vier bis fünf Wochen vor dem Todeszeitpunkt in Olpe, Freudenberg und Drolshagen stattgefunden haben“, mit diesen Worten verteilte Wolfgang Berg die Kopien an seine Kollegen. Auch die beiden Kollegen von der Bundespolizei waren zur Dienstbesprechung erschienen, um in deren Verlauf zu berichten, was sie inzwischen über Michael Weinert und seine Gruppe herausgefunden hatten. „Wie ihr seht“, fuhr Wolfgang Berg fort, „habe ich einige Veranstaltungen markiert. Das sind die, die in allen drei Orten stattgefunden haben.“

„Warum hast du einige davon rot markiert?“, wollte Renate Althaus wissen. „Das sind die Veranstaltungen, die irgendwie einen religiösen Hintergrund haben“, erläuterte Wolfgang Born. „Denn ich denke, nach dem, was wir bisher wissen, können wir von einem irgendwie gearteten religiösen Hintergrund ausgehen. Denn wir sind doch jetzt im Laufe unserer Ermittlungen bei allen vier Frauen auf einen Zusammenhang mit der Religion gestoßen, da können wir meiner Meinung nach irgendwelche Schützenfeste oder Flohmärkte, die in allen drei Orten stattgefunden haben erst mal außen vor lassen. Jessica Braun hat Religion studiert, bei Eva Gerlach und Hellen Schulte sind wir auf Michael Weinert gestoßen und Bianca Walter hatte etwas mit der Gemeinde hier vor Ort zu tun.“

Jetzt ergriff Matthias das Wort: „ Danke, Wolfgang, da hast du ja schon sehr gut vorgearbeitet. Auch ich bin der Meinung, dass die Religion bei unseren Fällen eine Rolle spielt. Schauen wir uns doch mal deine Liste genauer an.“ „Wenn wir uns jetzt also wirklich auf die Veranstaltungen mit religiösem Hintergrund beschränken wollen, die in allen drei Orten stattgefunden haben“, führte Wolfgang Berg aus, dann hätten wir es mit folgenden  fünf Veranstaltungen zu tun!“

Er trat an das Whiteboard und notierte:

Friedensgebet

Gospelkonzert

Fastenwanderung

Jenseitsvorstellungen im alten Ägypten und in der Bibel

Starke Frauen des Mittelalters

„Was haben die starken Frauen des Mittelalters mit Religion zu tun?“, wollte Caroline Winter wissen. „Na, da ging es um Hildegard von Bingen, Elisabeth von Thüringen und andere und die haben alle irgendwie einen religiösen Hintergrund. Darum habe ich diese Veranstaltung aufgenommen.“ „Alles klar, verstehe!“, gab sich Caroline Winter zufrieden. „Aber ich denke, die Fastenwanderung können wir vernachlässigen. Die fanden ja nur im März statt, da war Jessica Braun schon tot“, meldete sich jetzt Bernd Weinreich zu Wort. „Ja, du hast recht, klammern wir die Veranstaltung erst mal ein.“  Wolfgang Berg setzte um das Wort eine Klammer.

„Dann lasst uns die anderen vier Veranstaltungen mal durchgehen!“, schlug Matthias vor. „Passen sie in die von uns angenommenen Zeiträume?“ „Ja“, meldete sich jetzt Renate Althaus zu Wort, „genau das habe ich mir gerade angesehen. Also, Friedenesgebete und Gospelkonzerte waren zu all unseren angenommenen Zeiträumen, auch die Veranstaltung Starke Frauen des Mittelalters hat in diesen Zeiträumen stattgefunden. Allerdings die Veranstaltung „Jenseitsvorstellungen im alten Ägypten und in der Bibel“ hat an allen Orten nur im Oktober letzten Jahres stattgefunden, ich denke, die können wir auch vernachlässigen oder was meint ihr?“ Wolfgang Berg, der immer noch an der Tafel stand, schaute in die Runde und als alle zustimmend nickten, klammerte er auch diese Veranstaltung ein.

„So“, gab Matthias zu verstehen, „dann brauchen wir uns ja jetzt nur noch auf drei Veranstaltungen konzentrieren. Ich denke am schnellsten können wir in Erfahrung bringen, ob die vier Frauen an den Friedensgebeten teilgenommen haben. So ein Friedensgebet wird ja wohl sicher von irgendeiner Gruppe vorbereitet und die sollte schnell rauszukriegen sein. Dann brauchen wir denen ja nur Fotos der vier Frauen zeigen, um herauszufinden, ob sie daran teilgenommen haben. Wer übernimmt das?“, fragte er in die Runde. Renate Althaus schaute Caroline Winter an und als die nickte, erkärte sie: „Das machen Caroline und ich?“

„Gut, danke! Der Referent von „Starke Frauen des Mittelalters“ sollte auch schnell gefunden werden. Vielleicht erinnert er sich auch, die Frauen gesehen zu haben. Bernd übernimmst du das?“, fragte er seinen Kollegen. „Kein Problem, mache ich“, antwortete dieser. „Nur mit den Gospelkonzerten, das dürfte schwieriger werden“, fuhr Matthias fort. „Ich glaube nicht, dass sich die Mitglieder des Chores erinnern, wer beim Konzert im Saal gewesen ist. Vor allem können die ja kaum erkennen, wer im Publikum sitzt, wenn die Scheinwerfer an sind. Hat jemand eine Idee?“ Alle schauten sich ratlos an, bis Ralf Winter das Wort ergriff: „Aber, die Besucher müssen doch alle ihre Eintrittskarrten vorzeigen, bevor sie in den Saal gelassen werden. Vielleicht können sich ja die Kartenkontrolleure an die Frauen erinnern.“

„Gute Idee“, lobte Matthias, so machen wir das, „Wolfgang, sollen wir beide das übernehmen?“ „Ja, geht in Ordnung“, bekundete dieser. „So, bevor wir uns an die Arbeit machen, sollten wir uns anhören, was unsere beiden Kollegen von der Bundespolizei zu erzählen haben. Danke, das Sie heute vorbei gekommen sind.“ Matthias schaute die beiden Kollegen auffordernd an. Georg Falterbaum ergriff auch sofort das Wort: „Also, wie Sie sicher schon alle wissen, haben wir Kontakt zu der Gruppe aufnehmen können. Die Gruppe hat sich inzwischen übrigens einen Namen gegeben. Sie nennen sich ‚Kinder des Lichts’. Wir haben angeboten, ihnen beim Ausbau des Bauernhofes in Oberneger zu helfen.“

„Ja, das interessiert mich“, fiel ihm Bernd Weinreich ins Wort. „Wofür brauchen die den Bauernhof eigentlich?“ „Die wollen dort Seminare durchführen und Gebetsveranstaltungen abhalten“, fuhr Georg Falterbaum fort. „Wir haben allerdings bisher noch keinen Namen der getöteten Frauen ins Spiel bringen können. Aber das sollte in Kürze irgendwie möglich sein, denn  wir wollten uns ja nicht als Mitglieder der Polizei kenntlich machen. Die Gruppe hält uns momentan für Handwerker, die sich beruflich verändern wollen und so soll es auch bleiben. Aber ich denke, uns fällt da schon was ein, das Gespräch behutsam auf die Frauen zu bringen.“

„Wie ist die Gruppe denn eigentlich organisiert?“, wollte Matthias wissen. „Ist dieser Michael da so eine Art Alleinherrscher?“ „Nein, überhaupt nicht“, erklärte Georg Falterbaum. „Ich habe den Eindruck, bis vor kurzem hatte eine gewisse Natascha Kallmann die Führung und schien zu sagen, wo es langgeht. Aber inzwischen übernimmt eine Eveline Vor immer mehr das Sagen“, er unterbrach sich und schaute Matthias an, „Vor?“, fragte er, „richtig, das wollte ich Sie schon die ganze Zeit fragen, hat Eveline etwas mit Ihnen zu tun? Kennen Sie sie etwa? Ich habe auch den Eindruck, sie gleicht Ihnen etwas.“

„Ja, Sie vermuten ganz richtig, Eveline ist meine Schwester. Seit sie eine Gebetsveranstaltung von diesem Prediger besucht hat, ist sie ihm verfallen, habe ich den Eindruck. Da habe ich als Bruder überhaupt keinen Einfluss drauf. Gefallen tut mir das nicht, das können Sie mir glauben“, antwortete Matthias zerknirscht und fuhr fort: „Aber sprechen Sie sie ja nicht darauf an, wenn Sie zu der Gruppe zurück kommen, das könnte Ihre ganze Tarnung auffliegen lassen.“ „Für wie blöd halten Sie uns?“ fragte Georg Falterbaum. „Wir haben schon oft verdeckt ermittelt, wir wissen wie wir uns zu verhalten haben!“ „Ja, ist ja schon gut“, lenkte Matthias ein. „Ich wollte lediglich darauf hinweisen. Ein falsches Wort ist schnell mal gesagt. Aber keine Angst, ich halte sie für professionell genug, die Situation zu meistern. Aber, was können Sie uns noch über die Gruppe berichten, was wir wissen sollten?“

„Also insgesamt besteht die Gruppe inzwischen aus zehn Personen, wobei Ihre Schwester und zwei andere erst seit kurzem dazu gestoßen zu sein scheinen. Neben Ihrer Schwester sind das Johannes Born und Carsten Holl. Carsten Holl scheint sich inzwischen der Band angeschlossen zu haben, die mit ihm aus fünf Personen besteht. Johannes Born, der wie uns aufgefallen ist öfters in Reimen antwortet, hat das Verfassen von Texten für die Gruppe in die Hand genommen. Ihre Schwester kümmert sich mit um den Internetauftritt.“

„Das kann ich mir lebhaft vorstellen, Computer war seit jeher ihr Hobby, da hat sie mehr drauf als ich“, unterbrach Matthias ihn. „Dann gibt es neben Michael Weinert und Natascha Kallmann noch Sebastian Heinrich, der sich um die Finanzen der Gruppe kümmert. Wir werden gleich wieder aufbrechen nach Oberneger und uns wieder unter die Gruppe mischen und seien Sie versichert, die vier toten Frauen bringen wir die nächsten Tage ins Gespräch. Sobald wir genaueres wissen, melden wir uns.“ „Ja, dann viel Erfolg!“, wünschte Matthias und fuhr fort: „Hier ist auch die Arbeit für die nächsten Tage verteilt. Wir treffen uns morgen wieder zur gleichen Zeit und tauschen unsere Zwischenergebnisse aus. Die Dienstbesprechung ist hiermit beendet.“

Alle Anwesenden räumten ihre Unterlagen zusammen und verließen den Raum.

*

Wenn du wissen willst, wie es weiter geht, entweder nächsten Sonntag oder:

 

Als E-Book:

 

Licht

 

https://www.bing.com/aclk?ld=e37m1uolDZbad57wm7b0qqKTVUCUwxItXUkdoA60LNfW6i0T_pTRiiTsk9vH1ZUo54WJlXf-aosvJU_1yDTSfab0UaR1xPzh5FkjQMoo0uqBXDks-sKIOWs4O_PxmmcbNoHQYZZTurnyDu89NmTnLMbX41jEej6jbeSwY61-4AXcVu4gIh&u=aHR0cCUzYSUyZiUyZnd3dy5hbWF6b24uZGUlMmZzJTJmJTNmaWUlM2RVVEY4JTI2a2V5d29yZHMlM2RraW5kZXIlMmJkZXMlMmJsaWNodHMlMjZ0YWclM2RoeWRkZW1zbi0yMSUyNmluZGV4JTNkYXBzJTI2aHZhZGlkJTNkMTE5NTM0MDA0MTIlMjZodnFtdCUzZHAlMjZodmJtdCUzZGJwJTI2aHZkZXYlM2RjJTI2cmVmJTNkcGRfc2xfMzlsNGJpa3E0Z19w&rlid=fc7a8ea23470151c5786d32ff45f9894

 

oder:

 

https://www.ebook.de/de/quickSearch?searchString=Die+Kinder+des+Lichts+Heinz+schmalenbach&mainsearchSubmit=Suche&facetNodeId=52122

 

oder:

https://www.kobo.com/ie/en/ebook/die-kinder-des-lichts-1

 

 

 

 

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